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Wasserdruck
Was bedeutet das?
Sicherlich ist Ihnen schon aufgefallen, dass das Wasser in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Menge - oder anders ausgedrückt - mit unterschiedlichem Druck aus der Wasserleitung kommt, je nachdem wo Sie sich aufhalten.
Je nach Höhenlage liegt der Versorgungsdruck zwischen 2 und 10 bar.
Jeder kennt das Erlebnis beim Händewaschen: Hahn geöffnet - huch, Hose und Pulli sind gleich mit nass.
Es ist also durchaus möglich, dass in einem Gebäude „drei Straßen weiter“ der Wasserhahn weiter oder weniger weit geöffnet werden muss um das gleiche Ergebnis zu erzielen.
Ursache hierfür ist der unterschiedliche Wasserdruck. Diese Unterschiede rühren unter anderem her von unserer topografischen Lage, das heißt: von den bei uns üblichen sehr unterschiedlichen Höhenlagen.
Unsere Wasserhochbehälter stehen alle an höheren Stellen, z. B. Molzberg, Alsberg, Wallmenroth oberhalb der Schlade. Von dort wird das Wasser so zu sagen bergab in die Wohngebiete geleitet und teilweise auch wieder auf der gegenüberliegenden Talseite bergauf.
Ein Beispiel dafür ist der Hochbehälter Molzberg: Er versorgt nicht nur den oberen Teil des Molzberges; unterhalb der Hetzbach wird das Wasser durch die Sieg zum Wohngebiet Struthof geleitet.
Im Normalfall ändern sich die Druckverhältnisse nicht.
Nachfolgend jedoch einige mögliche Ursachen:
Der Druck hat sich geändert.
Kann vorkommen, normalerweise aber nur für kurze Zeit. Denn leider passiert es immer wieder:
Rohrbruch!
Ob nun durch Bauarbeiten oder „Altersschwäche“: Die Leitung ist defekt, Wasser geht verloren. Das heißt für uns: schnellstens reparieren. Das Problem der betroffenen Anlieger in diesem Fall ist natürlich: wenig oder kein Wasser mehr.
Soweit wie möglich versuchen wir dies für die benachbarten Straßen zu umgehen, indem die Wasserversorgung über einen anderen Weg, unter Umständen über einen anderen Hochbehälter sichergestellt wird. Folge davon wiederum kann sein, dass die Versorgung nun mit einem höheren oder niedrigeren Druck erfolgt, da das Wasser auf einem anderen Weg angeliefert wird.
Seltener werden Teilbereiche von Straßen oder Wohngebieten aufgrund technischer Erfordernisse einem anderen Hochbehälter zugeordnet. Ändert sich dadurch der Druck des gelieferten Wasser erheblich, werden die betroffenen Hauseigentümer von uns schriftlich hierüber informiert.
Folge kann für die betroffenen Anlieger sein, dass das Wasser mit einem deutlich geringeren oder höheren Druck geliefert wird. Bei erhöhtem Druck ist dann unter Umständen innerhalb der Hausinstallation der Einbau eines Druckminderers erforderlich.
Doch nicht immer sind wir schuld. Auch in Ihrer Hausinstallation kann die Ursache liegen:
- Der Wasserdruck ist jetzt höher
- Ist im Warmwasserbereich ein Rückschlagventil defekt?
(Beispielsweise in thermostatgesteuerten Armaturen oder in der Zuleitung zur Warmwasserbereitung) - Fehlt im Warmwasserbereich ein Ausdehnungsgefäß oder ist es defekt?
- Ist der Druckminderer defekt?
Der Wasserdruck ist jetzt niedriger - Im schlimmsten Fall: ein Rohrbruch in Ihrer Hausinstallation!
- Ist der Druckminderer korrekt eingestellt?
- Sind alle Absperrhähne richtig geöffnet?
- Ist der Perlator am Wasserhahn verschmutzt?
- Haben Sie einen Filter eingebaut der verschmutzt oder defekt sein kann?
Brauche ich ein Druckminderventil?
Vorwiegend in älteren Gebäuden stellen wir immer wieder fest, dass trotz recht hohem Druck kein Druckminderer eingebaut ist. Solange keine Leitungen oder Ventile Schlaggeräusche von sich geben ist dies auch kein Problem.
Der Einbau wird ab 4 bar empfohlen.
Vielleicht mögen Sie es auch, dass das Wasser mit enormen Druck aus der Leitung kommt. Es ist aber durchaus möglich, dass Ihre Hausinstallation die ständigen Druckschwankungen durch Wasserhahn öffnen und wieder schließen übel nimmt. Je nach Alter und Beschaffenheit sind nicht nur die Leitungen an sich sondern in erster Linie Nahtstellen (Übergänge von Leitung auf Muffen und ähnliches) Schwachstellen, woraus ein Rohrbruch entstehen kann. Und das ist nicht nur mit unnötigen Kosten, sondern weiteren Unannehmlichkeiten verbunden.
Welchen Druck habe ich in meinem Haus
Sehr wahrscheinlich wissen Sie gar nicht, wie hoch der Druck in Ihrem Haus ist. Kein Problem, die Mitarbeiter der Verbandsgemeindewerke können Ihnen helfen. Rufen Sie an oder kommen Sie bei uns vorbei:
Verbandsgemeindewerke Betzdorf
Hellerstraße 2
57518 Betzdorf
Telefon: 02741 291-514
Telefax: 02741 291-520
E-Mail: vg-werke@betzdorf.de
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