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Grundlagen und Inhalte

1996 ist mit der Benennung von Diplom-Pädagogin Inka Theissen zur Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinde Betzdorf die gesetzliche Vorgabe des Landes Rheinland-Pfalz zur Einrichtung von Gleichstellungsstellen auf kommunaler Ebene umgesetzt worden.

 

Gesetzliche Grundlagen sind die Gemeindeordnung auf der einen Seite und das Landesgleichstellungsgesetz auf der anderen Seite.
Um eine Bewußtseinsveränderung von Menschen zu bewirken, bedarf es eines langen Prozesses. Gesetze zur Frauenförderung und Gleichstellung von Frau und Mann alleine reichen sicher nicht aus. Frauen sind im gesellschaftlichen Leben nach wie vor weniger präsent als Männer und haben im beruflichen Leben immer noch mit Benachteiligung zu kämpfen. Sie sind seltener in Führungspositionen zu finden, bekommen weniger Geld für die gleiche Arbeit, arbeiten öfter in Teilzeit und haben u.a. auch deswegen schlechtere Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten. Im Alter müssen sie öfter als Männer mit Armut kämpfen, weil ihre Renten geringer ausfallen. In der Familie sind es nach wie vor die Frauen, die die meiste Zeit für Hausarbeit, Kindererziehung und Pflege älterer und kranker Menschen opfern – unabhängig davon ob sie berufstätig sind oder nicht. Das wird weder gesellschaftlich noch finanziell in ausreichendem Maße honoriert. Trotz veränderter Gesetze und verstärkter Öffentlichkeit bleibt auch das Thema Gewalt gegen Frauen leider eines der dunkelsten Kapitel. Nach wie vor suchen Frauen in Frauenhäusern Zuflucht und Schutz vor Gewalt und Misshandlung. So ist und bleibt es Ziel der Gleichstellungsstelle Betzdorf, sich für die immer noch nicht erreichte Gleichstellung von Frau und Mann bzw. den Abbau von bestehenden Benachteiligungen in Bereichen wie Arbeitsmarkt, Ehe und Familie, sozialem Leben und gesellschaftlicher Einflussnahme und im Bereich der Mädchenarbeit einzusetzen.
Bei diesem Umsetzungswunsch sind alle Kräfte gefordert und so hat mit dem Prinzip des Gender Mainstreaming eine Strategie Fuß gefasst, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern als zentrale Frage hinsichtlich aller gesellschaftlichen Entscheidungen sieht und die zum Ziel hat, bei allen Entscheidungen jeweils mitzubedenken, ob damit Geschlechtergerechtigkeit gewahrt bleibt.

 

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