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Mädchenarbeit
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist die möglichst frühe Einbeziehung beider Geschlechter in die Auseinandersetzung mit dieser Thematik. Je früher Mädchen und Jungen ein Bewusstsein für unterschiedliche Rollen bzw. deren traditionelle Zuweisung bekommen, umso leichter können vorgegebene Rollenzwänge auch aufgebrochen und subjektiv neu formuliert werden. Somit beinhaltet Gleichstellungsarbeit auch das Arbeitsfeld „Gleichstellungsorientierte Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen“.
Auch Mädchen haben jeweils eigene Erwartungen an Begriffe wie „Gleichberechtigung“ und erfahren in ihrer Lebenswelt den Widerspruch von Anspruch und Realität. Ziel einer solchen Arbeit ist es, Mädchen aufzuzeigen dass sie die gleichen Wahlmöglichkeiten wie Jungen haben und damit ihr Handlungsspektrum und ihren Entscheidungsradius zu erweitern. Das gelingt über eine subjektive und objektive Reflektion des jeweils eigenen Lebensentwurfes, über das aufzeigen und aufspüren individueller Stärken und Schwächen, über die Entwicklung von etwas „Eigenem“ – immer verbunden mit dem Blick auf die gesellschaftlichen Realitäten.
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