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Städtenetz Lahn-Sieg-Dill

Im Dreiländer-Eck Hessen/Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz haben sich acht Städte zum "Städtenetz Lahn-Sieg-Dill" zusammen geschlossen. Sie verfolgen das gemeinsame Ziel, nicht nur Ausgleichs- und Versorgungsfunktionen für diese Zentren zu erfüllen, sondern sich in einem Europa der Regionen als eigener Raum zu profilieren. Ideale Voraussetzungen hierfür bieten die zentrale geographische Lage sowie ausgezeichnete Verkehrsanbindungen. Darüber hinaus können die Städte mit einer Gesamteinwohnerzahl von 400.000 auf eine Vielzahl weiterer Ressourcen zurückgreifen, deren Aktivierung, Stärkung und Bündelung das vorrangige Ziel des Städtenetzes ist...

 

Wirtschaftliche Charakteristik:

Neben ihrer Lage zwischen den großen Verdichtungsräumen verbindet die Region des Städtenetzes eine weitgehend homogene Wirtschaftsstruktur. Sie ist gekennzeichnet durch eine relativ hohe Industriedichte, die historisch zurückgeht auf den hier betriebenen Erzbergbau und die sich daraus entwickelnde Ansiedlung rohstoff- und weiterverarbeitender Betriebe, die weitere Wirtschaftszweige nach sich zogen, Eisen-, Blech-, Metallindustrie, keramische und holzverarbeitende Industrie und Maschinenbau sind die traditionell gewachsenen Industriezweige der Region. Nach tiefgreifenden Umstrukturierungen sind sie heute in hochentwickelter Form anzutreffen und erzeugen – ebenso wie neu angesiedelte Unternehmen (z.B. Canon) – namhafte, weltweit exportierte Produkte (z.B. Leica, Buderus). Allerdings ist die Region aufgrund ihrer hohen Industriedichte auch in besonderer Weise vom Strukturwandel betroffen.


Innovatives Potential:

Drei renommierte Universitäten in Gießen, Marburg und Siegen sowie die Fachhochschule Gießen-Friedberg bereichern das kulturelle Leben der Städtenetzregion und setzen seit jeher über ihre engeren Grenzen hinaus Impulse für Forschung und Entwicklung. Die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft hat die Städtenetzregion zum Standort für bedeutende innovative Unternehmen werden lassen. Schwerpunkte bilden der medizinische und pharmazeutische Sektor, die Bio- und Umwelttechnik, die Mikrosystemtechnik, Optik und Sensorik. Mit der damit einhergehenden Entwicklung qualifizierter Dienstleistungen verwandelt sich die Städtenetzregion von einer Industrie- in eine moderne Dienstleistungsregion.

 

Kulturelles Leben:

Ihre landschaftlichen Reize und die zahlreichen Überreste einer bewegten Vergangenheit sind das Potential, aus dem sich das rege und vielfältige kulturelle Leben der Städtenetzregion speist. Eingerahmt von Mittelgebirgen, durchzogen von zahlreichen Flüssen und bestimmt von großen zusammenhängenden Waldgebieten, hat die Landschaft der Region einen hohen Freizeit- und Erholungswert. Dieser Funktion kommt nicht nur ein breit gefächertes Netz an Rad-, Boots- und Höhenwanderwegen entgegen. Immer wieder trifft man auf Burgen und Schlösser, mittelalterliche Fachwerkbauten und Museen, und mit etwas Glück begegnet man vielleicht Goethe, Georg Büchner, Bettina von Arnim, Peter Paul Rubens, Justus Liebig, Wilhelm Röntgen oder anderen Heroen aus der Vergangenheit, die hier gewirkt und ihre Spuren hinterlassen haben. In ihrer Nachfolge an einer Symbiose von Tradition und Moderne zu arbeiten, ist nicht das letzte Ziel des Städtenetzes Lahn-Sieg-Dill ...

 

Kontakt:

Zentrales Städtenetzbüro 
Sonja Riedl
35578 Wetzlar
Telefon: 06441/99-1052
Telefax: 06441/99-1054
E-Mail: sonja.riedl@wetzlar.de

 

Städtenetzbüro Betzdorf
Günter Langenbach
Hellerstraße 2
57518 Betzdorf
Telefon: 02741/291-112
Telefax: 02741/291-119
E-Mail: guenter.langenbach@betzdorf.de
 

 

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