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Schülerinnen und Schüler beim Bürgermeister
Eine Abordnung der City-AG an der Bertha-von-Suttner-Realschule plus wurde jetzt gemeinsam mit Schulleiterin Doris John, AG-Leiterin Ines Schmitt und Projektunterstützer Joachim Eutebach von Bürgermeister Bernd Brato im Betzdorfer Rathaus empfangen. Ines Schmitt, die selbst kommunalpolitisch aktiv ist, nahm die Bemerkung eines Schülers, der die Behauptung aufstellte, in Betzdorf sei nichts los und es gäbe nur wenig Angebote für Jugendliche, zum Anlass, ein neues City-Kids-Projekt ins Leben zu rufen.
Unter dem Motto „Politik? Wir machen mit!“ ging sie assistiert von Joachim Eutebach, ebenfalls AG-Leiter an der Bertha-von-Sutnner-Realschule plus, das Thema an. Die Schüler/innen wurden motiviert sich mit eigenen Ideen einzubringen. Bald entstand ein umfangreiches Sammelsurium positiver und negativer Punkte, die ausgiebig diskutiert und in eine Wunschliste übernommen wurden. Diese Liste wurde nun dem Bürgermeister der Stadt Betzdorf vom Sprecher der City-Kids, Leon Schmitt, überreicht. Bürgermeister Brato war sichtlich erfreut über das politische Engagement der Jugendlichen und sagte zu, das Papier eingehend zu studieren und im Rathaus prüfen zu lassen. Was die City-Kids anregten war vielfältig. Die Liste reicht vom Wunsch, einen „Saftladen“, also eine Lokalität in welcher Kinder und Jugendliche für geringes Entgelt alkoholfrei Getränke kaufen und sich zum Klönen, Diskutieren, Musik hören und Spielen treffen können, bis hin zum Vorschlag, ein Jugendparlament ins Leben zu rufen. Im Gespräch mit dem Bürgermeister wurden u.a. die Themen Schulwegsicherung, ein Kino für Betzdorf, mehr Volksfeste, Wiederherstellen des Walderlebnispfades, Schaffen einer zentralen Ansprechstelle für die spezifischen Belange Jugendlicher und Verunreinigungen im Bereich der Eine-Welt-Passage, der Unterführung zur Victoriastraße und anderenorts sowie die Belästigung durch Landstreicher, Alkoholiker und Gewaltbereite erörtert. Zu einigen Punkten konnte Bürgermeister Brato bereits Antworten geben und Ergebnisse vorwegnehmen. Interessant war es auch, dass die Jugendlichen sich auch Angelegenheiten widmeten, die die Allgemeinheit betreffen. So bitten sie um mehr Sammelcontainer für Altkleider und Glas, wünschen sich mehr Spielplätze im Stadtbereich und beanstanden, dass der Begriff „Altstadt“ bei der Unterführung zur Viktoriastraße unpassend sei, weil Fremde sich hier etwas anderes versprechen würden. Eine wirkliche Altstadt habe Betzdorf nicht, wurde festgestellt.
Leon Schmitt ließ aber nicht unerwähnt, dass es aus Sicht der City-Kids auch Positives gibt und verwies auf das gute Schulangebot, die guten bis sehr guten Verkehrsanbindungen, das Vorhandensein einer guten Grundversorgung und die Tatsache, dass es in Betzdorf eine große Polizeidienststelle gäbe. Großes Lob ging an die Jugendpflege der Stadt und Verbandsgemeinde. Die Jugendtreffs und Jugendzentren würden gut angenommen und die Ferienspaßaktionen, die von Ingo Molly und seinem Team durchgeführt wurden und werden, seien beispielgebend in der Region.
Der Bürgermeister war dankbar für das Angebot aus den Reihen der City-Kids, sich an Instandhaltungsmaßnahmen und Reinigungsaktionen zu beteiligen. Schulleiterin Doris John regte an, Patenschaften zu begründen bzw. wieder aufleben zu lassen, damit Projekte künftig auf Dauer betreut und die damit verbundene Aufgaben nachhaltig wahrgenommen werden können. Doris John bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern und den AG-Leitern Ines Schmitt und Joachim Eutebach für deren Engagement. Bürgermeister Bernd Brato, der sich den Jugendlichen gegenüber sehr aufgeschlossen zeigte und deutlich machte, dass deren Vorbringen ernst genommen würde, bedankte sich seinerseits für das interessante und informative Gespräch und sprach gegenüber den City-Kids den Wunsch aus, dass diese ihr lobenswertes politisches Engagement beibehalten sollten.
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