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Riverside Jam in Betzdorf
Am 19. Juni 2010 fand der ultimative „Riverside Jam“ in Betzdorf statt. Von 12:00 bis 22:00 Uhr gestalteten Writer wie „Can 2“, „Kent“, „Hombre“, „Semor“, „Maas“ u. v. m. die Wand unter der Brücke am Siegparkplatz mit einem farbenfrohen Konzept.
Einer der bekanntesten Sprayer Deutschlands Fedor Wildhardt alias „Can 2“ aus Mainz beteiligte sich an diesem Tag an der Gestaltung der 170 Meter langen Wand. Weltweite Bekanntheit hat er nicht nur durch diverse kreative Projekte für namhafte Firmen wie die Sportmarke ADIDAS, Coca-Cola, Lucky Strike oder MTV erlangt, sondern auch durch seine Ausstellungen in New York, Neuseeland, Italien und Berlin. Die Leser des größten HipHop-Magazin „JUICE“ wählen ihn seit fünf Jahren auf Platz 1 der weltweiten Graffiti-Künstler. Seit über 12 Jahren arbeitet er selbstständig mit anderen bekannten Graffiti-Künstlern in Kooperation zusammen. Mittlerweile gilt er als Urgestein in der Deutschen und weltweiten Graffiti-Szene.
Neben weiteren 16 Künstlern aus ganz Deutschland waren auch Sprayer aus der Umgebung an diesem Event beteiligt. Der jetzt in Hennef lebende Graffiti-Künstler Kai „Semor“ Niederhausen hat sich nicht nur in der Region einen Namen gemacht. Inzwischen hat es ihn sogar bis nach New York, Argentinien und die Schweiz verschlagen. Semor ist durch seine Schablonenarbeiten auf Leinwand bekannt geworden und hat unter anderem das erste farbige Portrait von Friedrich Wilhelm Raiffeisen mit der Sprühdose gestaltet. Mittlerweile ist er auf vielen Ausstellungen vertreten. Außerdem veranstaltet er deutschlandweit Workshops für Kinder und Jugendliche um den Nachwuchs zu fördern und ihnen eine Plattform zu geben. (www.spruehflaschendunst.de)
Maximilian „Maas“ Steffens aus Betzdorf gehört mit zu den Initiatoren der „Hall of Fame-Sieg Gallery“. Zurzeit kann man häufiger seine Arbeiten sehen. Nicht nur an der „Sieg-Gallery“, sondern auch auf Leinwänden, Möbeln, Porzellanfiguren und anderen Objekten lässt Maas seiner Kreativität freien Lauf.
Auch bei seinem Beruf, der Erziehung von Jugendlichen, setzt er das Graffiti-Sprühen als pädagogische Methode sehr erfolgreich ein. Man wird bestimmt in der Zukunft noch einiges von ihm hören und sehen.
Musikalisch unterstützt wurde der Jam von der „diomanges crew“, die 2007 von „Aristo“ alias Aris Agridopoulos aus Betzdorf und seinen Freunden gegründet wurde. Ihr Ziel ist „echten“ HipHop, Funk, Soul und Jazz durch eigene Veranstaltungen (Partys und Jams) am Leben zu erhalten und zu verbreiten.
Mit der Zeit wurde die Gruppe größer. „fallik“ aus Bad Marienberg, „Sanjoc“ aus Siegen und zuletzt auch „PacsOnWax“ aus Montabaur machen das Team komplett. Der Plan geht auf: Die diomanges Partys „Beats, Flows & Vibes“, die in Hachenburg und Siegen veranstaltet werden, genießen eine immer größere Beliebtheit. Sie stehen für gute Musik, angenehme Atmosphäre und vor allem für nettes Publikum. Aristo, der seit Jahren für die Stadt Betzdorf als Jugendvertreter ehrenamtlich arbeitet, gehört zu den Mitveranstaltern der RIVERSIDE JAM.
Weiteres Highlight war der Auftritt von „Yakuzza squad“ einer 7-köpfigen Breakdancegruppe aus Betzdorf, die ihre abgefahrene Danceperformances zum Besten gegeben hat.
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