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Die von Bruche...100 Jahre Betzdorfs Verstärkung
Das gab es bisher in Bruche noch nicht: Zwar haben Vereine in der Vergangenheit Festschriften veröffentlicht, aber Bruches Geschichte und Entwicklung, gesellschaftliches, kirchliches, kulturelles und sportliches Leben der letzten hundert Jahre, zusammengefasst in einem Buch mit dem fast provokativen Titel: „Die von Bruche...100 Jahre Betzdorfs Verstärkung“ ist einmalig. Die Idee und Konzeption stammen vom BGV-Vorsitzenden Ernst-Helmut Zöllner.
Vor 100 Jahren gab der Brucher Gemeinderat freiwillig die Selbständigkeit des Ortes auf, um zusammen mit Betzdorf eine kommunale Einheit zu bilden. Dieses Datum, der 1. April 1907 - nahm der BGV zum Anlass und erstellte zusammen mit 25 Autoren dieses Buch. Auf 176 Seiten schildern sie in 36 Beiträgen Bruches Entwicklung und reiches Vereinsleben in den vergangenen zehn Jahrzehnten. Das Buch versucht eine Antwort zu finden: Handelt es sich an diesen Tag der 100. Wiederkehr der Zusammenlegung um ein Jubiläums-, Erinnerungs- oder Trauertag? Alle Vorwortautoren – Landrat Michael Lieber, Bürgermeister Bernd Brato, 2. BGV-Vorsitzender Rainer Müller – bescheinigen den Bruchern über die Jahrzehnte hin ein hohes Maß an Eigenständigkeit, ohne dass die Vorstadt rechtlich selbständig gewesen wäre. Die beiden Redakteure des Buches, Michael Schütz und Ernst-Helmut Zöllner, beantworten die gestellte Frage klar: Dieser Tag ist ein Jubiläumstag, ein Festtag! Sie begründen dies aus dem Inhalt des Buches, dass Bruche, trotz Eingemeindung, darauf stolz sein kann, was in Bruche oder durch Brucher alles geleistet worden ist. Dabei wird die Bereitstellung großer Flächen für die Wohnraumbeschaffung der zu Hunderten in die Sieg-Heller-Gemeinde ziehenden Eisenbahner, der Arbeitskräfte der sich immer stärker bildenden Industrie, und nach dem Zweiten Weltkrieg der oft zufällig in Bruche ankommenden Flüchtlinge. Die Integration aller dieser „Fremden“ ist heute längst abgeschlossen und stellt eine besondere Leistung der „Ur-Brucher“ dar. Darüber hinaus bot Brucher Gelände auch die Möglichkeit von großen Industrieansiedlungen, begonnen mit Siemag, weiter mit WOLF-Geräte, SCHÄFER Werke, SCHÄFER Shop und Elco, ohne die Gründungen der kleineren Firmen. Natürlich schildert das Buch umfassend das Leben aller Brucher Vereine und zwar der vor der Eingemeindung bereits bestehenden, der Neugründungen (obwohl es in Betzdorf entsprechende Vereine gab), der nicht mehr bestehenden und die herausragende Bedeutung der kirchlichen Vereine und der Kirchengemeinde selbst, die nicht zuletzt durch die Gründung des Missionshauses in Bruche beeinflusst wurde.
Über 30 Personen stellten fast 170 Fotos zur Verfügung, die die ältere und jüngere Vergangenheit Bruches in allen geschilderten Bereichen zeigen. Der BGV ist sicher, dieser Meilenstein Brucher und damit Betzdorfer Geschichtsdarstellung, wird in kurzer Zeit zu einer Standardlektüre werden, die jeder Betzdorfer Haushalt besitzt und von Betzdorfern in aller Welt gerne aufgenommen wird. Folgende Autoren sind an der Schriftenreihe beteiligt: Gerd Bäumer, Norbert Bayer, Bernd Brato, Susanne Brato, Dieter Czichy, Hanns Göbel, Edelbert Holschbach, Hans-Josef Horn, Margot Kölzer, Michael Kraus, Willi Krick (+), Michael Lieber, Dirk Lixfeld, Michael Lochner, Aloysius Mester, Rainer Müller, Karl Petersilie (+), P. Hermann Pickmeier, Benno Schäfer, Michael Schütz, Heinz Stock, Konrad Theis, Daniel Weller, Hans-Werner Werder und Ernst-Helmut Zöllner.
Das Buch ist beim BGV - BetzdorferGeschichte@t-online.de - erhältlich.








