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Startschuss für schnelles Internet

Neben der Revitalisierung des ehemaligen Lampertz-Geländes setzt die Regionale Entwicklungsgesellschaft ihr Breitbandprojekt um und geht zielorientiert im „digitalen Zeitalter“ voran. Mit einem tragfähigen für die gesamte Verbandsgemeinde maßgeschneiderten Geschäftsmodell, soll eine flächendeckende Breitbandversorgung von bis zu 50.000 kBit/s erfolgen. Im Verwaltungsrat der REG hat man das Projekt über Partei- und Ortsgemeindegrenzen hinweg einstimmig unterstützt.

 

Neben der Wohnbevölkerung wünschen die in der Verbandsgemeinde Betzdorf ansässigen Unternehmen eine erhebliche Verbesserung der Breitbandanbindung am Standort. Viele Firmen machen heute ihre Standortentscheidung nicht mehr nur vom Angebot an klassischer Infrastruktur abhängig, sondern auch von der Verfügbarkeit eines schnellen Internetzugangs. Wie Strom-, Wasser- und Straßenanschlüsse wird schnelles und kostengünstiges Internet bei der Standortsuche voraus gesetzt. Die Frage nach der Qualität der Datenleitungen rückt in den Vordergrund.
Die Regionale Entwicklungsgesellschaft geht bei der Umsetzung des Projektes neue Wege – einzigartig in Rheinland-Pfalz - und verlegt einen Großteil der Glasfaserkabel durch die Kanäle. „Wir werden mit dieser Maßnahme Betzdorf weiter nach vorne bringen und mit einem schnellen Internetzugang einen in der Region einzigartigen Standortvorteil haben“, so Bürgermeister Bernd Brato.
Mit einem ersten Teilabschnitt wurde am Samstag begonnen. Die Firma Fastopticom verlegt Glasfaserkabel vom Bauwerk des Abwasserzweckverbandes im AKA-Parkplatz in Richtung Alsdorf und Grünebach und Richtung ehemaliges Lampertz-Gelände in Scheuerfeld und Wallmenroth. Zwei Bautrupps haben sich zum Ziel gesetzt, bis zu 150 m Kabel am Tag zu verlegen. Die Verlegung ist abhängig von der Witterung. Zurzeit liegen die Kanalschächte entlang der Sieg größtenteils frei und die Bedingungen für den Beginn der Arbeiten sind gut. Die Maßnahme wurde von den Mitarbeitern des Abwasserzweckverbandes sehr gut vorbereitet und wird von dort intensiv begleitet.
Verlegt wird ein 96 adriges Glasfaserkabel, das in ein Edelstahlleerohr eingezogen wird. Damit ist ein hoher Datentransfer auf lange Sicht gewährleistet. Die Dimensionen der Leistungsfähigkeit werden allein dadurch deutlich, dass mit diesem Glasfaserkabel bis zu 96 Millionen Telefongespräche abgewickelt werden können.
Die Detailplanung des gesamten Streckenverlaufes befindet sich kurz vor dem Abschluss.
Dort wo keine begehbaren Kanäle vorhanden sind, wird Fastopticom in Teilbereichen mit einem Roboter arbeiten, der die Kabel verlegt. In den Gebieten, in denen keine Kanäle vorhanden sind oder eine Installation in dem Kanalsystem zu kostenintensiv ist, wird das Kabel im Rahmen von Erdarbeiten verlegt. Damit soll je nach Wetterlage bereits im Herbst begonnen werden. Mit den Glasfaserkabeln werden die Kabelverteilzentren (KVZ) angebunden. Dort sind die einzelnen Haushalte angeschlossen.
Begleitet wird die REG bei diesem Projekt von der Fa. Athanus & Partners, Oberursel. Gemeinsam mit diesem Unternehmen führt die REG zurzeit Gespräche mit Netzbetreibern.

 

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